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elbdampfer.de - Schiffahrt auf der Oberelbe

Schiffahrt unter Dampf

Erstes Dampfschiff befuhr 1835 die Oberelbe

Im Jahre 1815 wandte sich der Dresdner Kaufmann Friedrich Wilhelm Schaff mit einem Gesuch an den sächsischen König, auf den die Elbe befahrenden Schiffen ebenfalls Dampfmaschinen einsetzen zu können, wie es in England, Frankreich und Amerika bereits üblich sei. Ebenso wie diese Anfrage wurde allerdings auch ein Antrag des Dresdners Karl Knab von 1824 negativ beschieden. Erst 1833 erhielt der Dresdner Heinrich Wilhelm Calberla die Erlaubnis, den sächsischen Bereich der Elbe mit einem Dampfschiff zu befahren. Calberlas in Krippen gebautes Schiff wurde in Hamburg mit einer englischen Dampfmaschine ausgestattet und traf dann erstmals aus eigener Maschinenkraft 1835 in Dresden ein. Der Antrieb erfolgte über ein Schaufelrad am Heck des Schiffes.

„Königin Maria“ als erste Seitenraddampfer

Vierzehn Dresdner Kaufleute gründeten im Mai 1836 ein „Comités der Elbdampfschiffahrts-Gesellschaft“ mit dem Ziel, dampfbetriebene Handelsschiffahrt auf der Elbe durchzuführen. Am 8. Juli des gleichen Jahres erhielt die Gesellschaft für eine Dauer von zunächst acht Jahren das Privileg, Dampfschiffahrt auf der Elbe im Königreich Sachsen betreiben zu können. Mit dem Bau der ersten Schiffe wurde Johann Andreas Schubert, Professor an der Technischen Bildungsanstalt in Dresden, beauftragt und am 11. August 1837 eröffnete die von ihm konstruierte „Königin Maria“ die Dampfschiffahrt auf der Oberelbe. Ebenfalls in Betrieb genommen wurde die „Prinz Albert“ sowie der Güterdampfer „Dresden“. Probleme mit dem noch zu großem Tiefgang und dem weitgehend noch nicht ausgebauten Flussverlauf verhinderten zunächst eine Ausweitung der Dampfschiffahrt.

Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrts-Gesellschaft

Erst als 1845 der böhmische Unternehmer Joseph John Ruston mit seinem ersten Dampfschiff den Betrieb zwischen Böhmen und Sachsen aufnahm, erhielt die Entwicklung durch den in den folgenden Jahren starken Konkurrenzkampf neuen Aufwind. Im Jahr 1865, die Rustonsche „Kaiserlich königlich privilegierte Elbe-Dampfschiffahrt“ war mittlerweile übernommen, nannte sich die Gesellschaft in „Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrs-Gesellschaft“ (SBDG) um und besaß inzwischen 16 Dampfschiffe. Beim 50jährigen Jubiläum 1886 waren es dann bereits 21 Dampfer unter der Flagge der SBDG und noch vor der Jahrtausendwende wurde 1898 der Beförderungsrekord von 3,6 Millionen Passagieren erzielt. Gut ein Drittel davon ging übrigens auf Fahrten im Dresdner Nahbereich zurück, bei dem der Dampferverkehr mit damals zahlreichen Anlegestationen eine attraktive Alternative zu Bus und Straßenbahn war.

Höhepunkt zwischen den Weltkriegen

Der erste Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise, zwischenzeitlich waren 1915 34 Dampfer in Betrieb, fügten der SBDG hohe Verluste zu. Unter der neuen Firmierung „Sächsisch-Böhmische Dampfschiffahrt AG“ (SBDA) konnten bis Ende der 1920er Jahre noch einmal neue Schiffe in Dienst gestellt werden und im Jahre 1936 waren 27 Dampfer auf der nun insgesamt 319 Kilometer langen Strecke zwischen Dessau und Leitmeritz im Einsatz. Doch schon bald forderte auch der zweite Weltkrieg seinen Tribut. Zahlreiche Dampfer nahmen an der Evakuierung des stark bombardierten Hamburg teil, andere kamen als Lazarett- oder Versorgungsschiff außerhalb Sachsens zum Einsatz. Die SBDA verlor nicht nur zahlreiche Schiffe und Einrichtungen, sondern auch ein Großteil der Belegschaft kehrte nicht aus dem Krieg zurück. Unzählige gesprengte Brücken und gesunkene Boote verhinderten außerdem die schnelle Wiederaufnahme des geregelten Schiffverkehrs.

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