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elbdampfer.de - Schiffahrt auf der Oberelbe

Sächsische Dampfschiffahrt

Dampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt

Die Schaufelraddampferflotte der Sächsischen Dampfschiffahrt besteht derzeit aus neun historischen Schiffen im Alter zwischen 80 und 130 Jahren und ist zugleich die größte und älteste Raddampferflotte der Welt. Sämtliche Raddampfer sind als technisches Denkmal geschützt. Im Jahr 2012 beförderte die Sächsische Dampfschiffahrt insgesamt über 630.000 Passagiere zwischen Diesbar-Seußlitz und Bad Schandau. Die Traditionsanlegestelle und zugleich auch der Hauptausgangspunkt für die Fahrten ist das Dresdner Terrassenufer, unmittelbar unterhalb der Brühlschen Terrasse.

Personendampfer „Stadt Wehlen“ (1879)

Der Dampfer wurde 1879 von der Werft Dresden-Blasewitz als „Dresden“ fertiggestellt und ist heute der älteste Raddampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt. Umbenennungen erfolgten 1926 in „Mühlberg“ (Inbetriebnahme der „neuen Dresden“) und 1962 in „Stadt Wehlen“. Der Aufbau des Oberdecks wurde 1949/1950 vorgenommen. Im Jahre 1978 wurde der Dampfer aufgrund eines Kesselschadens für vier Jahre außer Dienst genommen. Generalüberholungen und Umbauten erfolgten 1993/1994 sowie 2005.

Personendampfer „Stadt Wehlen“ in Dresden (Bildquelle: Public Domain, Nikater, Wikimedia)Personendampfer „Stadt Wehlen“ in Dresden (2005)

 

Technische Daten der „Stadt Wehlen“

Im Betrieb: seit 1879
Länge: 59,2 m; Breite: 5,24 m (10,45 m über Radkästen)
Tiefgang: 0,88 m (leer)
Maschinenleistung: 180 PS
Sitzplätze: 284 (92 innen, 192 außen


Personendampfer „Diesbar“ (1884)

Der Dampfer wurde 1884 von der Werft Dresden-Blasewitz als „Pillnitz“ fertiggestellt und 1927 in „Diesbar“ umbenannt. Im Sommer 1976 war die „Diesbar“ für die tschechische CSPLO auf der Strecke Decin – Hrensko im Einsatz, dann wieder für die Weiße Flotte auf zwischen Schmilka und Riesa. 1978 wurde der Dampfer dann aus wirtschaftlichen Gründen stillgelegt und er lag zunächst im Hafen Dresden-Neustadt.

Dresdner Dampferfreunde führten mit ihrem Engagement ab 1984 dazu, dass ein Umdenken im Umgang mit den historischen Zeitzeugen einsetzte. Das Ziel war die Wiederinbetriebnahme des damals bereits 100jährigen Dampfers. Nach unzähligen ehrenamtlichen Arbeitsstunden konnte die „Diesbar“ bereits 1986 teilfertiggestellt der Öffentlichkeit am Dresdner Terassenufer präsentiert werden und 1989 wieder den Fahrbetrieb aufnehmen. Generalüberholung und Umbauten erfolgten 1992/1993; heute ist die Diesbar der einzige noch mit Kohle betriebene Schaufelraddampfer der Sächsischen Dampfschiffahrt.

Technische Daten der „Diesbar“

Im Betrieb: seit 1884
Länge: 53,5 m; Breite: 5,07 m (10,2 m über Radkästen)
Tiefgang: 0,79 m (leer)
Maschinenleistung: 110 PS
Sitzplätze: 160 (80 innen, 80 außen


Personendampfer „Meißen“ (1885)

Der Dampfer wurde 1885 von der Werft Dresden-Blasewitz als „König Albert“ fertiggestellt. Dreizehn Jahre später erfolgte die Umbenennung in „Sachsen“; 1928 erhielt er seinen heutigen Namen „Meißen“ und zugleich auch eine Verlängerung inklusive Aufbau von Oberdeck und Decksalon. Generalüberholungen und Umbauten erfolgten außerdem 1983-1985 sowie 1992/1993.

Personendampfer „Meißen“ kurz vor dem Blauen Wunder (2009)Personendampfer „Meißen“ kurz vor dem Blauen Wunder (2009)

 

Technische Daten der „Meißen“

Im Betrieb: seit 1885
Länge: 65,7 m; Breite: 5,56 m (11,2 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,86 m (leer)
Maschinenleistung: 230 PS
Sitzplätze: 274 (128 innen, 146 außen)


Personendampfer „Pillnitz“ (1886)

Der Dampfer wurde 1886 von der Werft Dresden-Blasewitz als „Königin Carola“ fertiggestellt. Es folgten folgende Umbenennungen: „Diesbar“ (1919), „Pillnitz“ (1927), „Weltfrieden“ (1952) und „Pillnitz“ (1993). In den Jahren 1926/1927 erfolgte eine Verlängerung des Schiffes samt Aufbau eines Oberdecks und eines Decksalons. Generalüberholungen und Umbauten erfolgten außerdem 1981/1983 sowie 1992/1993.

Personendampfer „Pillnitz“ nach dem Ablegen in Dresden-Blasewitz (2009)Personendampfer „Pillnitz“ nach dem Ablegen in Dresden-Blasewitz (2009)

 

Technische Daten der „Pillnitz“

Im Betrieb: seit 1886
Länge: 65,7 m; Breite: 5,52 m (11,2 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,80 m (leer)
Maschinenleistung: 230 PS
Sitzplätze: 254 (124 innen, 130 außen)


Personendampfer „Krippen“ (1892)

Der Dampfer wurde 1892 von der Werft Dresden-Blasewitz als „Tetschen“ fertiggestellt; 1946 erfolgte die Umbenennung in „Krippen“ und 1976 die Stillegung nach einem Kesselschaden. Einen neuen Liegeplatz fand der Dampfer 1986 in Kloschwitz an der Saale, allerdings außerhalb des Wassers. In den Jahren 1991/1992 erfolgen umfangreiche Restaurationsarbeiten in Dresden und Oldenburg. Ab 1994 ist die „Krippen“ dann wieder im Einsatz, unter anderem für die Meißner Reederei Junghans auf der Elbe, in Prag, Berlin und Köln sowie zwischen 1997 und 1999 für die Köln-Düsseldorfer Schiffahrtgesellschaft in Frankfurt am Main. 1999 kehrt die Krippen wieder nach Sachsen zurück und wird als neunter Dampfer von der Sächsischen Dampfschiffahrt in die Flotte genommen.

Technische Daten der „Krippen“

Im Betrieb: seit 1892
Länge: 56,1 m; Breite: 4,8 m (9,7 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,80 m (leer)
Maschinenleistung: 110 PS
Sitzplätze: 210 (100 innen, 110 außen)


Personendampfer „Kurort Rathen“ (1896)

Der Dampfer wurde 1896 von der Werft Dresden-Blasewitz als „Bastei“ fertiggestellt und 1956 in „Kurort Rathen“ umbenannt. In den Jahren 1927/1928 erfolgte der Aufbau eines Oberdecks, weitere Generalüberholungen und Umbauten fanden 1967/1968 sowie 1993/1994 statt.

Technische Daten der „Kurort Rathen“

Im Betrieb: seit 1896
Länge: 57,1 m; Breite: 5,02 m (10,2 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,81 m (leer)
Maschinenleistung: 140 PS
Sitzplätze: 267 (82 innen, 185 außen)


Personendampfer „Pirna“ (1898)

Der Dampfer wurde 1898 von der Werft Dresden-Blasewitz als „König Albert“ fertiggestellt und 1919 in „Pirna“ umgenannt. Generalüberholungen und Umbauten erfolgten in den 1970er Jahren sowie 1992/1993.

Technische Daten der „Pirna“

Im Betrieb: seit 1898
Länge: 57,1 m; Breite: 5,01 m (10,4 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,78 m (leer)
Maschinenleistung: 140 PS
Sitzplätze: 265 (97 innen, 68 außen)


Personendampfer „Dresden“ (1926)

Der Dampfer wurde 1926 von der Werft Dresden-Laubegast als „Dresden“ fertiggestellt. Den 2. Weltkrieg überstand das Schiff ohne größeren Schaden, dafür kam es 1946 im Hafen Dresden-Loschwitz zu einem Brand, der die „Dresden“ zu mehr als die Hälfte vollständig ausbrennen ließ. Die Ursache war wohl eine vergessene Kerze, die Folge dafür aber auch die Streichung von der Liste der Kriegsreparationsleistungen an die Sowjetunion. Somit verblieb der Dampfer in Sachsen und konnte 1949 wieder in Dienst genommen werden. Generalüberholungen und Umbauten erfolgten 1979-1981 sowie 1992/1993. Aufgrund der Begeisterung des damaligen nordkoreanischen Staatspräsidenten Kim Il Sung bei einem Besuch 1984 für den Schaufelraddampfer, existiert heute in Nordkoreas Hauptstadt ein Nachbau der „Dresden“.

Technische Daten der „Dresden“

Im Betrieb: seit 1926
Länge: 68,7 m; Breite: 6,9 m (12,9 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,80 m (leer)
Maschinenleistung: 300 PS
Sitzplätze: 415 (179 innen, 236 außen)


Personendampfer „Leipzig“ (1929)

Der Dampfer wurde 1929 von der Werft Dresden-Laubegast als „Leipzig“ fertiggestellt und ist somit der jüngste Schaufelraddampfer auf der Oberelbe. Während des 2. Weltkriegs war die „Leipzig“ als Lazarettschiff im Einsatz und sank nach einem Bombentreffer im März 1945 in Dresden-Kleinschachwitz. Noch im gleichen Jahr geborgen, wurde der Dampfer 1947 wieder in Dienst gestellt. Generalüberholungen und Umbauten erfolgten 1977/1978 sowie 1992/1993.

Personendampfer „Leipzig“ vor den Loschwitzer Elbhängen (2009)Personendampfer „Leipzig“ vor den Loschwitzer Elbhängen (2009)

 

Technische Daten der „Leipzig“

Im Betrieb: seit 1929
Länge: 70,1 m; Breite: 6,9 m (12,9 m über Radkasten)
Tiefgang: 0,78 m (leer)
Maschinenleistung: 350 PS
Sitzplätze: 441 (196 innen, 245 außen)

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